China streicht Steuervergünstigungen für PV-Exporte ab April 2026 – was das für den Markt bedeutet (und warum Solar trotzdem attraktiv bleibt)

11.02.26

Chinas Wegfall der Export-Steuervergünstigungen ab April 2026 kann die Preisbildung im PV-Weltmarkt leicht verändern – nach unserer Kalkulation liegt ein möglicher Effekt für Endkunden typischerweise im niedrigen einstelligen Prozentbereich, während Photovoltaik insgesamt weiterhin klar wirtschaftlich bleibt.

1 | Was beschlossen wurde – kurz und sachlich

China beendet die Mehrwertsteuer-Exporterstattungen für Photovoltaikprodukte ab 1. April 2026. Zusätzlich werden Exportvergünstigungen für Batterien zunächst reduziert und sollen später ebenfalls auslaufen. Grundlage ist eine offizielle Bekanntmachung der zuständigen chinesischen Behörden.


2 | Warum diese Nachricht wichtig ist

China ist ein zentraler Fertigungsstandort für PV-Komponenten. Wenn Exportvergünstigungen wegfallen, verändert sich die Kostenstruktur bei Exporten – das kann sich in der Großhandelskalkulation bemerkbar machen.

Wichtig ist aber: Das ist kein „Stopp-Signal“ für Solar. Der PV-Markt ist weiterhin stark wettbewerbsgetrieben, und die Preise werden nicht von einem Faktor allein bestimmt.


3 | Was kurzfristig passieren kann – ohne Alarmismus

Rund um den Stichtag sind zwei marktübliche Reaktionen möglich:

  • Vorziehen von Lieferungen: Einige Marktteilnehmer könnten Bestellungen früher platzieren, um noch in das bisherige Zeitfenster zu fallen.

  • Mehr Bewegung in der Logistik: Wenn viele Akteure gleichzeitig handeln, steigt kurzfristig die Aktivität in Lieferketten.

Beides sind normale Markteffekte – und bedeuten nicht, dass PV-Projekte „problematisch“ werden. Sie zeigen vor allem: Projektplanung und Beschaffungstiming gewinnen an Bedeutung.


4 | Einordnung für Endkunden: Was heißt das preislich realistisch?

In der öffentlichen Diskussion entstehen bei solchen Nachrichten schnell große Erwartungen – nach oben oder nach unten. In der Praxis ist die Erfahrung meist deutlich nüchterner: Ein einzelner Kostenfaktor wirkt sich selten 1:1 auf den Endkundenpreis aus, weil Einkauf, Wettbewerb, Lagerbestände, Projektstruktur und Gesamtpaket (Montage, Elektrik, Netzanschluss) eine große Rolle spielen.

Unsere Einordnung aus der Projektpraxis:
Auf Basis unserer aktuellen Projektkalkulationen erwarten wir für die meisten Vorhaben einen moderaten Einfluss im niedrigen einstelligen Prozentbereich – typischerweise bis etwa 2–5 %. Der konkrete Effekt hängt vom Projektumfang, dem Zeitpunkt der Beschaffung und der Komponentenauswahl ab.

Das ist keine Marktgarantie, sondern eine realistische Einordnung aus der Projektpraxis: Selbst wenn einzelne Komponenten im Einkauf etwas anziehen, wird das Gesamtprojekt durch viele Faktoren geprägt – und bleibt in aller Regel gut kalkulierbar.

Und vor allem: Die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik wird dadurch nicht in Frage gestellt. PV senkt Energiekosten langfristig, schafft Planbarkeit und macht unabhängiger von Strompreis-Schwankungen.


5 | Was das konkret für PV-Projekte in Deutschland bedeutet

Für Bauherren, Gewerbebetriebe und Kommunen ergibt sich vor allem ein pragmatischer Handlungsrahmen:

  • Frühzeitig planen (Dach, Statik, Netzanschluss, Bauzeiten)

  • Beschaffung professionell steuern (passendes Produkt, verlässliche Lieferfenster)

  • System sinnvoll dimensionieren (zum Verbrauchsprofil und Ziel des Projekts)

Genau hier setzt die Sonnentaler GmbH an: Wir begleiten Projekte so, dass sie kalkulierbar, technisch stimmig und terminsicher realisiert werden – auch dann, wenn sich Rahmenbedingungen im Markt leicht verschieben. Ziel ist immer ein System, das im Betrieb überzeugt, nicht nur auf dem Papier.


Fazit

Die Abschaffung chinesischer Export-Steuervergünstigungen ab April 2026 ist eine relevante Marktinformation, weil sie die Kalkulation auf Großhandelsebene beeinflussen kann. Für PV-Interessenten in Deutschland ist die Kernaussage dennoch klar: Photovoltaik bleibt eine der wirtschaftlichsten und stabilsten Investitionen in die eigene Energieversorgung. Selbst wenn sich Preise punktuell bewegen, erwarten wir in der Praxis eher moderate Effekte – und mit guter Planung bleiben Projekte zuverlässig umsetzbar.


Quellen

  • pv magazine Deutschland: „China schafft Steuervergünstigungen für Photovoltaik-Exporte im April ab“

    https://www.pv-magazine.de/2026/01/12/china-schafft-steuerverguenstigungen-fuer-photovoltaik-exporte-im-april-ab/

  • pv magazine International: „China to abolish solar export tax rebates from April“

    https://www.pv-magazine.com/2026/01/09/china-to-abolish-solar-export-tax-rebates-from-april/

  • Offizielle Bekanntmachung (chinesische Steuerbehörde/Finanzministerium)

    https://fgk.chinatax.gov.cn/zcfgk/c102416/c5246745/content.html